Kirchener Juristin Anja Dornhoff hat sich auf Medizinrecht spezialisiert und vertritt Impfopfer


Anja Dornhoff ist eine echte Expertin auf dem Gebiet der Impfschäden. Die Kirchener Rechtsanwältin vertritt bundesweit Opfer missglückter Impfungen.

Kirchen Es macht einmal "pieks". Dann sollen Masern, Röteln und Kinderlähmung ein für allemal gebannt sein. Fast immer tritt der gewünschte Effekt ein. Manchmal aber hat eine Impfung ein ausgesprochen dramatisches Nachspiel. Die sogenannten "Impfopfer" können ein Lied davon singen. Anja Dornhoff auch: Die Kirchener Rechtsanwältin hat sich auf Sozialrecht und Medizinrecht spezialisiert und vertritt den bundesweit agierenden Schutzverband für Impfgeschädigte e. V.. Alle Fälle des Bundesverbandes flattern der Kirchener Juristin auf den Tisch.

Um es vorweg zu nehmen: Anja Dornhoff plädiert keineswegs dafür, auf alle Impfungen zu verzichten. Auch sagt sie deutlich, dass das Risiko, einen Impfschaden zu erleiden, nicht überbewertet werden solle: "Impfschäden sind ausgesprochen selten." Aber: Wenn eine Impfung daneben geht, dann kann das aus einem gesunden Menschen einen behinderten machen.

Schon im Säuglingsalter gehe der Impfmarathon los: "Nach drei Monaten gibt es für fast alle Kinder den Fünffach-Cocktail gegen Diphtherie, Tetanus und so weiter." Ein paar Monate später folgt die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln - die Liste ließe sich fortsetzen. "Es ist fast selbstverständlich, dass ein Kinderarzt bei den U-Untersuchungen irgendwann mitteilt, dass es Zeit für eine Impfung wäre. Minuten später ist das Kind dann geimpft".

"Es fehlt der kritische Umgang"

Anja Dornhoff bemängelt: "Es fehlt der kritische Umgang mit den Impfstoffen. Eltern informieren sich nicht hinreichend, ob alle Impfungen notwendig sind, und viele Ärzte kommen ihrer Beratungspflicht nicht nach. Dann wird geimpft, ohne dass jemand an die Risiken denkt."

Natürlich gebe es Impfungen, auf die nicht verzichtet werden solle. Aber oftmals sei auch eine "künstlich erzeugte Hysterie" zu spüren: "Der Pharma-Industrie hat dabei vor allem wirtschaftliche Interessen".
So wundert sich die Juristin beispielsweise über die Hepatitis-Impfung, die mittlerweile für Kinder empfohlen wird. "Hepatitis wird meistens per Geschlechtsverkehr übertragen. Das dürfte für Kinder ja wohl ausscheiden". Auch die Zecken-Impfung (Stichwort: FSME) hält die Kirchenerin in unseren Breitengraden für nicht notwendig.


Wenn alles gut läuft, macht es einmal "pieks", und der Patient ist vor einer Erkrankung gefeit. Treten aber bei einer Impfung Komplikationen auf, kann das verheerende Konsequenzen haben.

Schädigung bis zum Tod

"Die Patienten müssen verantwortungsbewusst prüfen, ob sie eine Impfung wirklich benötigen. Wenn nicht, sollten sie darauf verzichten", warnt Anja Dornhoff angesichts der möglichen Folgen einer verunglückten Impfung: Vor allem drohen entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems, also beispielsweise Erkrankungen des Gehirns. Die wiederum können Hör- und Sehschäden auslösen, zu Demenzen (Hirnleistungsabbau) führen oder tödlich enden. "Sehr selten", sagt Anja Dornhoff, "aber eben möglich".

Um das Risiko eines Impfschadens zu reduzieren und um einen Impfschaden zu entdecken, gibt die Medizinrechtlerin einige Tipps aus ihrer Erfahrung:

  • Kinder dürfen nur dann geimpft werden, wenn sie völlig gesund sind. Eine bloße Sichtdiagnose kann manchmal zu wenig sein;
  • Eltern sollen ihre Kinder vor und nach einer Impfung genau beobachten;
  • Nach der Impfung sollte regelmäßig Fieber gemessen werden;
  • Psychische Veränderungen wie Apathie oder gar Bewußtseinsstörungen deuten auf Impfschäden hin;
  • Brückensymptome wie schrilles Schreiben können bei Säuglingen auf eine hirnorganische Störung hinweisen.

Weil der Staat zur Ausrottung von Krankheiten Impfungen empfiehlt, haftet er auch dann, wenn etwas schief geht - nach Aussagen von Anja Dornhoff aber sehr widerwillig. Häufig stelle sich das Versorgungsamt, das qua Bundesseuchengesetz Impfopfer entschädigen muss, quer.

Umkehr der Beweislast gefordert

"Die Beweislast liegt beim Impfopfer", berichtet Anja Dornhoff. Oft sei es im Nachhinein aber kaum möglich, definitiv nachzuweisen, dass die Impfung eine Behinderung ausgelöst hat. Zeitlich nahes Zusammentreffen von Impfung und Erkrankung reichen nämlich nicht als Beweis. Meist muss ein Erregernachweis geführt werden - und das ist je nach verstrichener Zeit kaum noch möglich. "Wenn es nicht zu beweisen ist, besteht kein finanzieller Anspruch", erklärt Anja Dornhoff. Daher fordert sie eine Umkehrung der Beweislast: Ginge es nach der Kirchenerin, müsste das Versorgungsamt beweisen, dass die Erkrankung oder Behinderung kein Impfschaden ist - und nicht umgekehrt.

Außerdem verlangt sie, dass Ärzte ihrer Aufklärungspflicht konsequenter nachkommen: "Vor einer Impfung muss ein Arzt seinen Patienten über die Krankheit, die Wirkungsweise der Impfung und über mögliche Risiken informieren". Unterlässt ein Mediziner diesen Schritt und tritt ein Impfschaden ein, kann zivilrechtlich ein Schmerzensgeld erstritten werden. Oft ziehen sich aber die Impf-Prozesse durch alle Instanzen, beklagt sich Anja Dornhoff: "Und das trifft die ohnehin stark leidenden Impfopfer noch zusätzlich".

damo