Kirchen. (kt) Eine Kirchener Anwaltskanzlei ist die erste Adresse in Deutschland für Menschen, die nach einer Schutzimpfung ernsthaft krank geworden sind und Schadensersatz fordern wollen. Die Rechtsanwältin Anja Dornhoff hat sich auf das kleine Fachgebiet im Medizinrecht spezialisiert: Impfschäden.


Anja Dornhoff hat beruflichen Erfolg
durch Spezialisierung.

Die 33-jährige ist zuständig für die Rechtsabteilung des "Schutzverbandes für Impfgeschädigte e. V.". Die in den 50er Jahren gegründete Selbsthilfegruppe hat heute rund 240 Mitglieder.
Anja Dornhoff betreibt zusammen mit ihrem Ehemann eine Kanzlei in der Bahnhofstraße. Sie gilt mittlerweile als die Spezialistin, wenn es darum geht, Ansprüche zum Beispiel gegenüber Versorgungsämtern oder Ärzten zu stellen. Wann immer ein Experte zum Thema Impfschäden gebraucht wird, ist die Kirchener Juristin erste Wahl.
Zum Beispiel für das ZDF: Die Mainzer luden Dornhoff in ihre Sendung "Mit mir nicht!" ein, die Mitte Oktober im Abendprogramm lief. In der ZDF-Sendereihe geht es um eklatant strittige Rechtsfälle, Dornhoffs Sachverstand war gefragt im Fall der Familie Fuchs aus Erfurt. Der Sohn war nach einer verkorksten Impfung krank geworden. Trotz eines eindeutigen Gutachtens weigerte sich das Versorgungsamt, den Impfschaden anzuerkennen.
Ein typischer Fall für Anja Dornhoff - rund 60 ähnlich gelagerte bearbeitet sie zur Zeit. Dazu kommen zahlreiche Beratungsgespräche. Täglich melden sich Impf-Opfer über die Service-Hotline des Schutzverbandes (02741/930 296 tgl. 9 bis 12 Uhr). Eine wahre Anruferflut ergießt sich in ihre Kanzlei, immer dann, wenn sie einen öffentlichen Auftritt hatte, wie jetzt beim ZDF oder nach einem Interview im Hessischen Rundfunk.
"Ich bin nicht generell gegen alle Schutzimpfungen" erklärt Dornhoff, in vielen Fällen sei eine Immunisierung sinnvoll und richtig - aber eben nicht immer. Häufig werde viel zu unbedarft geimpft, zum Beispiel wenn Ärzte in bestehende Infektionen hineinspritzen.. Die mit einer Impfung verbundenen Risiken seien viel zu wenig bekannt. Dornhoff empfiehlt vor allem Eltern, sich vor Impfungen genau über mögliche Folgeschäden zu erkundigen, Informationsmaterial ist über den Schutzverband erhältlich.
Wann ein Impfschaden vorliegt, ist im Bundesseuchengesetz § 52 als ein über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehender Gesundheitsschaden definiert. Fieber, Rötungen oder Schwellungen sind demnach normale Reaktionen, die in Kauf genommen werden müssen. Nach Impfungen kann es aber auch zu Gehirnschäden und Lähmungen kommen.
Solche Folgen sind häufiger als allgemein bekannt, mehrere Tausend anerkannte Fälle haben sich mittlerweile angesammelt, und die Dunkelziffer dürfte erheblich sein, so Dornhoff. Auch wenn sich Zweite bei einer mit lebenden Erregern geimpften Person infizieren, liegt ein eindeutiger Impfschaden vor. Wie im Fall eines 41-jährigen Gelsenkircheners, der nach der Polio-Impfung seines Sohnes an Kinderlähmung erkrankte (die WR berichtete).
Dank ihrer Spezialisierung, kann Dornhoff über Mandantenmangel nicht klagen. Ein Großteil ihrer Arbeitszeit nehmen die Impfgeschädigten in Anspruch. Das wird sich im kommenden Jahr noch steigern. Dann wird sie noch häufiger wie schon jetzt im gesamten Bundesgebiet unterwegs sein, denn ab Januar 2000 sind Anwälte auch an den Landgerichten anderer Bundesländer zugelassen.
Das Wirtschaftmagazin "Impulse" portraitierte Anja Dornhoff in einer ihrer jüngsten Ausgaben als Beispiel für eine clevere und erfolgreiche Jungjuristin.

Aus Mandantenschutzgründen weisen wir darauf hin, dass zwischen Frau Rechtsanwältin Dornhoff und dem Schutzverband für Impfgeschädigte e.V. seit dem 21.10.2002 kein Mandatsverhältnis mehr besteht und Frau Rechtsanwältin Dornhoff den Verein rechtlich nicht mehr berät.